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Arzneimittel-Report 2005

1 Einleitung

  1.1 An ihren Forschungsergebnissen sollt Ihr sie erkennen!
  1.2 Aber: Alt bedeutet nicht unwirtschaftlich und neu nicht innovativ
  1.3 Umsatzanteile pharmazeutischer Hersteller
  1.4 "Marketingstandort" Deutschland
  1.6 Ungesunde Pharmariesen? Kein Fall für die GKV!
  1.7 Notwendige Strategie für die Zukunft der GKV: Mehr Qualität und Effi zienz

2 Ergebnisse der Arzneimittelanalysen

3 Spezielle Analysen zu einzelnen Indikationsgebieten

Notwendige Strategie Für Die Zukunft Der GKV: MehrQualität Und Effi Zienz

Das GMG enthält viele Ansätze für die Arzneimittelversorgung, die der Forderung nach mehr Transparenz, mehr Effi zienz und Qualität sowie einem besseren Preis-Leistungsverhältnis folgen. Dass im Konsens vereinbarte Reformen aber auch immer bittere Ergebnisse mit sich bringen, ist wahrscheinlich unvermeidbar. Wir hätten die Positivliste ohne Zweifel gebraucht, damit nicht nur zukünftig Nutzenbewertungen das Angebot differenzieren, sondern auch aktuell ein Instrument für den schon bestehenden Markt vorhanden wäre, das den Vertragsärztinnen und -ärzten einen Leitfaden für die Auswahl bietet. So sind wieder alle nicht auf dem Entwurf der Positivliste genannten Mittel, um die es doch so viele Auseinandersetzungen gab, sozusagen durch die konsensuale Hintertür wieder verordnungsfähig. Auf Dauer kann eine kontinuierliche Nutzenbewertung allerdings die Rolle der Positivliste übernehmen.

Sinnvoll ist sicherlich die Veränderung hin zu einer prozentualen Zuzahlung für Arzneimittel, allerdings wird es durch den Fixaufschlag bei den verschreibungspfl ichtigen Mitteln keine Zuzahlung mehr unter dem Mindestbetrag von 5 Euro geben, auch bei solchen Generika, die bis lang unter der Zuzahlungsgrenze lagen. Solche Unterschreitungen kommen allenfalls noch bei den Mitteln vor, die aus dem Ausnahme katalog der nicht-verschreibungspfl ichtigen Mittel verordnet werden dürfen und nach der alten Preisspannenverordnung abgerechnet wer den.

Es ist aber zu hoffen, dass mit diesen neuen Strukturen und Regu lationen das Potenzial für mehr Effi zienz, Qualität und Wettbewerb in der Realität auch sichtbar werden wird, das ihnen inne wohnt. Umgehungs strategien zu fi nden ist allerdings bei vielen Akteuren der wichtigste Ansporn, wenn neue Gesetze in Kraft treten.

In dem nun vorgelegten GEK-Arzneimittel-Report 2005 haben wir bereits viele Veränderungen aus dem Jahr 2004 gegenüber dem Jahr 35 2003 dokumentiert, die auf die Regelungen des GMG zurückzuführen sind. Insofern enthalten derartige Projektberichte auch Ergebnisse einer "Politikfolgenforschung", die aufgrund veränderter Rahmenbedingungen in unserem Gesundheitssystem zustande kommen. Die Praxisgebühr, modifi zierte Zuzahlungsregeln oder die Herausnahme von nicht-verschreibungspfl ichtigen Mitteln aus der Verordnungsfähigkeit im Rahmen der GKV (bis auf wenige Ausnahmen), haben sowohl die Menge als auch den Charakter der angewendeten Arzneimittel verändert. Dies haben wir in unserem GEK-Arzneimittel-Report 2005 berücksichtigt. Wir haben auch, wie in den bisher erschienenen Reports Hinweise auf Qualitätsdefi zite und Einsparpotenziale gegeben, noch immer gibt es nämlich Beispiele für eine dringend optimierungsbedürftige Struktur- und Prozessqualität auf unserem Markt. Dies ist das immer wieder aktuelle Ergebnis unserer jährlichen Reporte.

Wir möchten allen danken, die uns bei der Auswertung der 19 Millionen Datensätze unterstützt haben: Der GEK und ihrem Vorstands vorsitzenden Dieter Hebel, der sich mit uns für mehr Qualität und Effi zienz in der Arzneimitteltherapie engagiert, der Firma Interforum in Leipzig mit den Herren Wippich und Seeber, die uns tech nisch mit Rat und Tat zur Seite standen, sowie Angela Fritsch, Dr. Sabine Grunow, Dr. Cornelia Heitmann, Frieda Höfel, Falk Hoffmann, Claudia Kretschmer, Katrin Lorek, Frank Meyer, Dr. Christel Schicktanz, Daniela Stahn, Jens Wahls, Sötje Witt und Edda Würdemann, die mit uns diesen GEK-Report erstellt haben.

Gerd Glaeske&Katrin Janhsen